From Medienhaus
Beschreibung des Moduls „Studio Class New Media”
Studierende des Modul „Studio Class New Media” wenden die Grundlagen und Fertigkeiten der Gestaltung mit neuen Medien anhand einer gemeinsamen Aufgabenstellung in einem Semesterprojekt an. Sie eignen sich innerhalb der Thematik Kenntnisse im praktischen und wissenschaftlichen Arbeiten an.
Die Studierenden wenden Elemente (z.B. Interaktion, Simulation, Information) und Methodiken (z.B. Recherche, Prototyping) der Gestaltung mit dem digitalen Medium in der Projektarbeit an. Sie lernen ein Projekt über einen Semesterzeitraum zu strukturieren.
Begleitende Fachtheorie wird von den Studierenden selbst erarbeitet, aktuelle Strömungen und technologische Entwicklungen benannt und diskutiert.
Anhand der begleitenden Technologie-Module „Software New Media” und „Hardware New Media” erlernen die Studierenden die technischen Grundlagen.
Dieses Projektmodul ist für alle, die in die Gestaltung mit digitalen Medien einsteigen wollen. Es richtet sich vornehmlich an das dritte Semester, aber auch an höhere Semester, die den Computer bisher hauptsächlich als ausführendes Werkzeug und nicht als Experimentierfeld genutzt haben. An das Seminar gekoppelt sind ein begleitendes Tutorium, das in die Grundlagen des Programmierens und des Physical Computing einführt.
Link zum Vorlesungsverzeichnis der UdK
2416001 Studio Class New Media
Lehrangebot Sommersemester 2013
Studio Class New Media
Semesterthema: Flugzeugs – Experimente mit unbemannten Drohnen
Projekt/Einführung
GProf. Patrick Kochlik
Dienstag, 10.00 – 18.00 Uhr Raum 04, 3. Sem. Bachelor oder höher
Erster Termin: 09.04.2013, 10.00 Uhr in Raum 04
Aktuell erzeugt wohl kaum eine technische Entwicklung ein solches Spannungsverhältnis aus positiven und fragwürdigen Implikationen, wie die unbemannte Drohne. Bisher traten diese zwar eher als Kriegsgerät in Erscheinung, seit einiger Zeit jedoch sind sie – vor allem in Form von Quadrokoptern – als Massentechnologie frei erhältlich, oder liegen sogar als Open-Source-Baupläne zur Eigenkonstruktion vor. Mit dieser vermehrten Verbreitung und Verfügbarkeit entstehen folglich Fragestellungen, Möglichkeiten und Anwendungen. Von nützlichen Logistikinfrastrukturen bis hin zu zwiespältigen Überwachungsszenarien reichen dabei die Fantasien von Organisationen und Unternehmen.
In individueller Projektarbeit sollen die Studierenden diese Möglichkeiten ausloten, die gesellschaftlichen Implikationen kritisch reflektieren und eigene Zugänge konzipieren. Um den Studierenden dabei eine praktische Auseinandersetzung zu ermöglichen, wird für die Dauer des Projekts eine Parrot AR–Drone (http://ardrone2.parrot.com/) zur Verfügung gestellt.
An das Projekt angegliedert ist ein Blockseminar, in dem eigene niederkomplexe mechanische Flugobjekte gebaut werden.
Kurzprojekt: DIY Flugobjekte
offen für alle Semester, 2 CP
Termine: 31.5. – 2.6. / Anmeldung am 09.04.2013, 10.00 Uhr in Raum 04
Das Blockseminar findet in Kooperation mit dem Studiengang Design der FH Potsdam statt. Neben der individuellen Auseinandersetzung umfasst das Seminar wissenschaftliche Vorträge und Unterstützung bei der Konstruktion und Fertigung der Flugobjekte.
Lehrangebot Wintersemester 2012/13
Studio Class New Media
Semesterthema: Kopiermaschinen – Ceci n'est pas …
Projekt/Einführung
Patrick Kochlik
Dienstag, 10.00 –18.00 Uhr Raum 04, 3. Sem. Bachelor oder höher
Erster Termin: 16.10.2012, 10.00 Raum 04
Technische Entwicklungen wirken nicht selten auf gesellschaftliche Zusammenhänge zurück. Als Vermittler zwischen Technik und Gesellschaft setzen sich Gestalter digitaler Medien unmittelbar mit diesem Spannungsverhältnis auseinander.
Gegenwärtig ist dieses Verhältnis besonders an der Kontroverse über das Urheberrecht erkennbar. Vor allem die Möglichkeit zur digitalen Vervielfältigung stellt soziale und rechtliche Konventionen auf den Prüfstand. Im Seminar untersuchen wir den Prozess des digitalen Kopiervorgangs und entwickeln eigene Kopiermaschinen.
Die Auseinandersetzung umfasst die Beschreibung von analogen und digitalen Artefakten, das Übersetzen spezifischer Merkmale in Kopiervorgänge und die Fertigung von Apparaturen zur Ausgabe von Kopien.
Zum Start des Seminars untersuchen und sammeln wir bestehende Möglichkeiten der analogen und digitalen Vervielfältigung. Daran anschließend beginnt die Projektarbeit, in der jeder Teilnehmer einen eigenen Kopiervorgang definiert und eine Kopiermaschine realisiert. Die Ergebnisse des Kurzzeitprojektes und der Projektarbeit werden in einer Ausstellung am Semesterende der Öffentlichkeit präsentiert.
Lehrangebot Sommersemester 2012
Studio Class New Media
Semesterthema: Provotypes – Provokative Prototypen
Projekt/Einführung
Prof. Kora Kimpel
Dienstag, 10.00 –18.00 Uhr Raum 115/04, 3. Sem. Bachelor oder höher
Erster Einführungstermin: 10.04.2012, 12.00 Raum 04
Provotypes* – Provocative Prototypes
Der Designer als Provokateur
Provokation zur Kommunikation
Der Begriff des Provotypen steht für provokative Prototypen, die dazu eingesetzt werden, undefinierte, offenen Fragestellungen beispielsweise in Innovations- oder Forschungsprojekten zu präzisieren. Die Provotypen sollen helfen zu verstehen, wie Menschen mit Phänomenen umgehen, die sie vorher nicht hinterfragt haben – indem man sie mit Phänomenen konfrontiert, die neue Erfahrungen bedeuten und ihnen dafür mögliche Werkzeuge zur Interaktion zur Verfügung stellt. Im Unterschied zu anderen Methoden, die die persönliche Sicht des Menschen auf zukünftige Fragestellungen untersuchen, ermöglicht der Provotype eine konkrete und interaktive Auseinandersetzung. Der Unterschied zum Design-Prototypen besteht darin, das hier ungewöhnliche, provozierende Funktionen gesucht werden, die nicht für Märkte umsetzbar sein müssen.
- Der Begriff des Provotyping wurde von Preben Mogensen in seinem Paper „TOWARDS A PROVOTYPING APPROACH IN SYSTEMS DEVELOPMENT” 1992 entwickelt.
Aufgabenstellung
Zu fünf verschiedenen Zukunftsfeldern werden Konzepte für Provotypen entwickelt. Die Zukunftsfelder sind in einem von BMBF geförderten Forschungsprojekt der Fraunhofer Gesellschaft zum Thema "Shaping Future" entstanden. Diese Zukunftsfelder beschreiben Fragestellungen, die bisher nur theoretisch diskutiert werden. Die Provotypes können dazu beitragen anhand von Prototypen konkrete Auseinandersetzungen zu provozieren.
Definitionen
Provokation (v. lat. provocare ‚hervorrufen‘, ‚herausfordern‘) bezeichnet das gezielte Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion bei anderen Personen. Hierbei agiert der Provokateur bewusst oder unbewusst in einer Weise, dass die provozierte Person oder Personengruppe ein tendenziell erwünschtes Verhalten zeigt.
In der Medizin versteht man unter Provokation gezielte Tests, bei denen bestimmte Reize Symptome einer vermuteten Erkrankung hervorrufen sollen. Beispiele hierfür sind Provokationstests in der Allergologie oder die Photostimulation in der Neurologie.
(aus Wikipedia, Stand 04.04.2012)
Zeitplan
Projektstart: 10.04.2012
Recherche:
Recherche zu folgenden Themen:
• Provokation in der Kunst – künstlerische Provokationen
• Provokante Prototypen - Beispiele
• Zukunftfelder – jeweils 1-2 Zukunftsfelder herausgreiffen und dazu die aktuelle Forschung recherchieren
Präsentation de Recherche + erste Projektideen: 24.04.2012
Wichtig: 17.04.2012 entfällt als Besprechungstermin, dafür Besuch der Berufungsvorträge in Weissensee, Anwesenheit verbindlich
Wichtig für Teilnehmer/innen des vorigen Moduls:
Präsentation der "Quantified self"-Projekte auf der re:health am 03.05.2012
Lehrangebot Wintersemester 2011/12
Studio Class New Media
Semesterthema: Quantified Self – Die Vermessung des Ich
Projekt/Einführung
Prof. Kora Kimpel
Dienstag, 10.00 –18.00 Uhr Raum 115, 3. Sem. Bachelor oder höher
Einführungsveranstaltung: 18.10.2011, 10.00 Raum 115
Blutdruck, Gewicht, Training, Schlaf, Stimmung, konsumierte Nahrung, Sex: Es gibt kaum eine Aktivität oder Körperfunktion, für die sich die Anhänger der Quantified-Self-Bewegung nicht interessieren. Ihr ganzes Leben fassen sie in Zahlen, Statistiken. Lassen es von Geräten erfassen, laden Updates online hoch. Die totale Selbstkontrolle. Die mit kommerziellen Geräten erfassten persönlichen Daten werden ohne Bedenken geteilt oder der Community zur Verfügung gestellt.
Dieser Trend der Selbstvermessung - der mit dem Stichwort "Quantified self" eine ganze gesellschaftliche Bewegung beschreibt - soll in dem Semesterthema diskutiert und auch kritisch reflektiert werden. Ziel ist es, mit eigenen Projekten die Selbstvermessung zu hinterfragen bzw. andere Ausprägungen zu geben.
Links zu dem Projekt:
re:publica 2012
Lehrangebot Sommersemester 2011
Studio Class New Media
Digitale Werkzeuge für Gestalter
Projekt/Einführung
Prof. Kora Kimpel
Dienstag, 10.00 –18.00 Uhr Raum 115, 4. Sem. Bachelor oder höher
Erster Einführungstermin: 12.10.2011, 10.00 Raum 115
Welche Werkzeuge nutzen Gestalter heute in Zeiten von Rapid Prototyping und Co-Working-Spaces? Welche Werkzeuge fehlen oder müssen verbessert werden?
Im Projekt werden wir aktuelle Werkzeuge und die damit verbundenen Designprozesse analysieren und diskutieren: Wie sieht die „Werkstatt” eines Designers und der dazugehörige Gestaltungsprozess heute aus und wie werden sie in Zukunft sein? Dazu werden wir Designbüros besuchen, die spezielle digitale Werkzeuge für ihre Gestaltung entwickeln und einsetzen. Auf dieser Basis werden Konzepte für neue digitale Werkzeuge entwickelt und diese prototypisch realisiert. Die Werkzeuge können dabei konkrete Gestaltungswerkzeuge für Kommunikationsprojekte und Visualisierungen sein, aber auch Tools zur Dokumentation und Kommunikation innerhalb von Designprozessen.
An das Projekt angegliedert ist ein Blockseminar in Kooperation mit dem Verbund Mikroelektronik der Fraunhofer Gesellschaft
OLED-Workshop „Licht”
Veranstaltung zur Ideenfindung für zukünftige Lichtkonzepte
offen für alle Semester, 2 LP bzw. Darstellenschein, Ergänzungsfach
Termine: 19.-20.Mai 10.00-15.00 Workshop + 26.05. 10.00-14.00 Präsentation + Dokumentation
Das Blockseminar wird in Kooperation mit dem Verbund Mikroelektronik der Fraunhofer Gesellschaft stattfinden. Wir werden dort vor Ort aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt bekommen und uns mit Fragen des Lichts auseinandersetzen. In Zukunft wird Licht nicht mehr an dafür definierte Objekte wie Lampen gebunden sein und wird damit sowohl steuerbar als auch Informationsträger werden. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten in der Gestaltung. Idee aus dem Blockseminar können im nächsten Winter-Semester in einem Entwurfsprojekt weitergeführt und in Prototypen überführt werden.