From Medienhaus

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MEDIENKUNST

Die Nachfolge von Prof. Maria Vedder für die Fachklasse Medienkunst ist derzeit noch nicht besetzt.


Maria Vedder UDK.jpg Maria Vedder, Professorin für das Lehrgebiet »Medienkunst« in den Studiengängen Kunst und Medien (KuM) und Visuelle Kommunikation (VK)

E-Mail: maria.vedder(at)udk-berlin.de, Tel: +49 (0)30 3185-1276, Fax: - 1247
Besucheradresse: Universität der Künste Berlin, Grunewaldstr. 2-5, 10823 Berlin, Raum 126

Sprechzeiten: Mi 10-12.30 Uhr und 14-15.30 Uhr nach Voranmeldung (Aushang vor Raum 126)


Till Beckmann UdK.jpg Till Beckmann, Künstlerischer Mittarbeiter für das Lehrgebiet »Medienkunst« in den Studiengängen Kunst und Medien (KuM) und Visuelle Kommunikation (VK)

E-Mail: drtill(at)drtill.de
Besucheradresse: Universität der Künste Berlin, Grunewaldstr. 2-5, 10823 Berlin, Raum 125

Sprechzeiten: Do 10:00-13:00 Uhr nach Voranmeldung


Kp.jpg Kristina Paustian, Tutorin für das Lehrgebiet »Medienkunst« im Studiengang Kunst und Medien (KuM) und Visuelle Kommunikation (VK)

E-Mail: kr.paustian(at)gmail.com
Besucheradresse: Universität der Künste Berlin, Grunewaldstr. 2-5, 10823 Berlin, Raum 128

Sprechzeiten: nach Vereinbarung


KLASSE MEDIENKUNST

Die künstlerische Erforschung der Gestaltung von Zeit in und mit technischen Medien ist der Arbeitsbereich der Klasse Medienkunst von Maria Vedder, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Videokunst liegt. Im Vordergrund steht der schöpferische Umgang und die kritische Auseinandersetzung mit Film, Installation und Multimedia mit dem Ziel eines künstlerisch autonomen Projektes. Dies kann die Produktion eines individuellen Kunstwerks ebenso meinen wie die künstlerische Gestaltung von Alltagskultur.


RUNDGANG 2014

Abschlussarbeiten der Klasse Medienkunst
Prof. Maria Vedder, Till Beckmann

Mit Arbeiten von Manja Ebert, Jeanette Goßlau, Sarah Mock, Franz Reimer und Miguel Rozas.

Freitag, 18. Juli 19 Uhr Vernissage
Samstag, 19. Juli 11 – 22 Uhr
Sonntag, 20. Juli 11 – 20 Uhr
Medienhaus, Grunewaldstraße 2 – 5, 10823 Berlin
Galerie, Raum 129 und Raum 6

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ALL EYES ON US Manja Ebert

Interaktive Installation für neun Bildschirme und Keyboard, 2014 (Raum 129)

ALL EYES ON US ist eine künstlerische Analyse der audiovisuellen Repräsentation unterschiedlicher Britney Spears Figuren. Der Fokus liegt auf den Elementen Text, Kostüm und Tanz. Grundlage bilden neun Musikvideos der Entertainerin aus den Jahren 1998-2011.

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Käthes Schürzen Jeanette Goßlau

Begehbare Videoinstallation, 20:21 Minuten, 2014 (Raum 131)


In Käthes Besitz befanden sich auf dem ersten Blick unter anderen vielen Dingen 69 Kittelschürzen aus feinstem Dederon. Frei nach Erwin Wurms "Fabio getting dressed".

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Käthes Münchhausen Jeanette Goßlau

2-Kanal Videoinstallation, 11:38 Minuten, 2014 (Galerie)

Der Ort Münchhausen wird aus der Sicht von Käthe dargestellt, die 2012 starb und selbst Teil einer aussterbenden Generation war. Käthe, als abwesende Person, wird sich angenähert durch das Zeigen ihrer unmittelbaren Umgebung.

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Die Postapokalyptische Kirmesbude Sarah Mock

Installation, ca. 400 x 250 x 200 cm, 2014. Darin: Kill your darling, Videoarbeit, 11:35 Minuten, 2013 (Galerie)

Kill your darling handelt von einem zeitgenössischen Pygmalion, der an seinem Versuch, die Natur zu überwinden und eine künstliche Frau zu bauen, scheitert. Er geht mit seinen Mitmenschen und der Kultur in einer natürlichen Apokalypse unter. Alle Personen werden von der Künstlerin dargestellt. Die Videoarbeit wird in einem Ort präsentiert, den man im Video sieht- der Kirmesbude. Sie befindet sich in einem Zustand nach der im Video zu sehenden Apokalypse.

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…AND JUSTICE FOR ALL! Franz Reimer

video-installation, 2014 (Galerie)

scale-model, turntable, rotating motor, lamp, video monitor, video camera

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JUSTICE HAS BEEN DONE! Franz Reimer

video loop, HD, 8:05 Minuten, 2014 (Galerie)

JUSTICE HAS BEEN DONE ist ein Performance-Film nach der Vorlage der Bildikone THE SITUATION ROOM von Pete Souza. In einem Nachbau der Bildvorlage ahmt die Figur nacheinander die Positionen und Haltungen der 13 abgebildeten Personen so korrekt wie möglich nach. Dabei beginnt sie sich zu vervielfachen und alle 13 Personen gleichzeitig zu sein. Für einen kurzen Moment ist das Reenactment perfekt und alle 13 Figuren stimmen gleichzeitig in ihrer Haltung mit ihren Vorbildern überein. Justice has been done!

Der Gerechtigkeit ist Genüge getan! Dies ist der entscheidende Satz Barack Obamas in seiner Ansprache an die Nation zur Tötung von Osama Bin Laden. Und es ist der Satz, der das zur Ikone gewordene Presse-Bild vom 1. Mai 2011 aus dem THE SITUATION ROOM des Weißen Hauses in wahre Worte fasst.

Es ist der Satz, der das Geschehen, das in seiner scheinbar zivilisierten, scheinbar demokratisch legitimierten und sich dadurch legitimierenden Art und Weise fotografisch inszeniert wurde, in seiner wahren Grundhaltung entlarvt. Denn es ist das uralte „Auge-um-Auge“, in der die US-Regierung als Richter und Henker in einer Instanz ihre Rache vollzogen hat, die sie Gerechtigkeit nennt.

In diesem Sinne führt die Figur ihre filmische Performance als Reenactment der bildlichen Inszenierung aus, mit der Intention, dem Momentum der Fotografie eine zeitlich erfahrbare Dimension zurück zu geben. Der Film besteht aus einem einzigen 20-minütigen Take von einem Versuch, nacheinander alle 13 Figuren in der Bildvorlage nachzustellen. In seiner Konstruktion und Dramaturgie verdichtet sich die Arbeit in ihrer Erzählung hin auf einen Höhepunkt, den Akt der Tötung, dessen Moment sich jedoch nicht wirklich finden lässt. Wir wissen danach nur, dass es passiert ist. Und das ist der entscheidende Punkt.

JUSTICE HAS BEEN DONE ist eine konsequente filmische Fortsetzung der Closed-Circuit-Installation THE SITUATION ROOM aus dem Jahr 2013.

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L i v e Miguel Rozas

3-Kanal-Videoinstallation, 05:26 Minuten, 2013 (Raum 6)

Every morning, every noon, every night .... Each immersed himself into the mirror that reflects the world. And the mirror reflects the image of a cruel truth, painful, catastrophic, The work of Miguel Rozas seems simple: to capture the moments where these images of reality are made, by placing them in their human context (too human). The appearance of this brief humanity brittle the perfection of the mirror offered to us, and in this sense, leads the viewer to a critic and objective view point about what receives: is it not, ultimately, the beginning of an awareness at the arrival of a real democracy? Philippe De Rodat, Philospher


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AUSSTELLUNG 22 JAHRE VIDEOKUNST
What's The Time?

An jedem Freitagabend, 19 Uhr, finden Screenings und Artist Talks statt:

17.1.14 Kaya Behkalam, Baris Hasselbach/ Transforma

24.1.14 Mikko Gaestel, Simone Häckel, Ariane Pauls

31.1.14 Matthias Fitz, Niklas Goldbach, Juliane Zelwies


Zentrum für Kunst und Urbanistik ZK/U
Siemensstrasse 27
10551 Berlin-Moabit
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UdK Webseite

Videokunst TZ Artikel.jpg


22 Jahre hat die Videokünstlerin Maria Vedder die Klasse Medienkunst an der UdK Berlin geleitet. Ihren Abschied feiert sie nun mit einer Ausstellung ehemaliger Studierender sowie mit eigenen Arbeiten. Die Ausstellung konfrontiert jeweils eine aktuelle Arbeit der Alumni mit einem Projekt aus ihrem Studium.

Zwei Jahrzehnte Videokunst – das bedeutet eine Menge Zeit für eine Kunstform, die erst knapp ein halbes Jahrhundert alt ist. Und es bedeutet auch eine Menge Zeit für die Auseinandersetzung mit Zeit, die für Video immer eine zentrale Rolle gespielt hat und für die Arbeit von Maria Vedder in besonderem Maße prägend ist. Die Ausstellung, die die UdKProfessorin nun gemeinsam mit ihren Alumni gestaltet, ist deshalb in doppelter Hinsicht eine Zeit-Reise. Neben der Gegenüberstellung von aktuellen und älteren Arbeiten der beteiligten KünstlerInnen erschließen sich in den unterschiedlichen Herangehensweisen unterschiedliche Facetten einer Gestaltung von Zeit.

In den Arbeiten lassen sich übergreifende Charakteristika finden, die vielleicht am besten mit dem Begriff der „Entschleunigung“ beschreibbar sind. Die Zeit der Handlung erscheint in Wiederholungen eingefroren und eröffnet neue Betrachtungsperspektiven, in denen sich Realbilder und innere Bilder, Fakten und Fiktionen, Politisches und Ästhetisches auf eigentümliche Weise verschränken.

Die Ausstellung wird eröffnet mit einer Performance der Künstlergruppe Transforma, die sich 2001 aus Studierenden der Klassen Medienkunst und Experimenteller Film an der UdK Berlin zusammenfand und an den Rändern von Performance, Kunst und Musik arbeitet.

Das Zentrum für Kunst und Urbanistik ZK/U im ehemaligen Güterbahnhof Moabit, in dem die Ausstellung stattfindet, wurde ebenfalls von Alumni der UdK Berlin gegründet.


Lehrangebot WinterSemester 2013/2014

Fachlasse Medienkunst

Projektarbeit zur künstlerischen Gestaltung von Zeit; Kurzzeit-, Klassen- und individuelle Projekte zur Videokunst. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in diesem Semester auf der performativen Arbeit mit dem eigenen Körper als künstlerisches Material. Der Besuch des Theorieseminars „EXPOSED. Filmische Selbstporträts“ von Maria Morata wie auch des praktischen Workshops "You, Me and Everything We Know“ von Lucy Cash ist obligatorisch für alle Klassenmitglieder.

Beginn di 22.10., 10 Uhr, Raum 129


Kunstwissenschaft oder Medienwissenschaft

„EXPOSED. Filmische Selbstporträts“ Maria Morata (maria.morata@gmail.com)

Das Seminar EXPOSED umfasst mehrere Konstellationen künstlerischer Positionen, die sich mit der Frage des Selbstporträts und der Selbstdarstellung mit bewegten Bildern beschäftigen. Die Frage der Identität wird sowohl auf individueller als auf kollektiver Ebene betrachtet, und die unmittelbaren Identitätskonstruktionen wie Sex, Rasse und Religion werden durch zahlreiche künstlerische Strategien offenbart und reflektiert. Die Selbstpräsentation und die Selbstinszenierung führen zu einer Überlegung über den Einsatz des eigenen Körpers als Inskriptionsfläche für ästhetischen und sozialen Widerstand sowie für narzisstische und ontologische Vorgehensweisen. Welcher Aspekt der als Subjekt und Objekt der Handlung gleichzeitig agierenden Künstler/innen wird gezeigt, betont, suggeriert oder verborgen? Welche konkreten visuellen und auditiven Elemente werden für die Selbstpräsentation gewählt? Eine Mise-en-scène wird notwendig und eine Konstruktion des Selbstbildes erforderlich, denn im Selbstporträt fusionieren Modell und Künstler/in, die porträtierte und porträtierende Person werden eins. Das Gesicht wird in all seinen möglichen Facetten “durchkonjugiert“. Ob lächelnd (Effie Wu), leidend (Maria Abramovic), weinend (Jan Bas Ader), singend (Vito Acconci, Steina Vasulka), verzerrt (Maria Klonaris / Katerina Thomadaki, Józef Robakowski), von Pfeilen durchdrungen (Ulrike Rosenbach) oder als Kennzeichen einer Widerstandsposition (Sanja Ivekovic, Urs Lüthi), das Gesicht wird - als wesentliches Zeichen des Ichs - neu interpretiert und ihm werden neue Bedeutungen zugewiesen.

Der Körper des/r Künstlers/in wird ein Körper, der in und mit dem Raum, in dem er sich befindet, handelt. Der Raum wird zur Erweiterung des Selbst (Maya Deren, Fina Miralles, Peter Campus), liefert den Hintergrund für ironische und humorvolle Kommentare über gesellschaftliche Einschränkungen und ökonomische Bedingungen (Ghazel, Maria Vedder), wird zu einem idealisierten mystischen Ort (Mariko Mori), zur magischen Bühne des dédoublement (Kerstin Cmelka, Niklas Goldbach, Björn Melhus, Georges Méliès, Cindy Sherman) oder zur zeichnerischen und malerischen Oberfläche (John Baldessari, Rebecca Horn). In einer Verkehrung wird der Körper zu Raum, zu einer körperlichen Landschaft (Nan Hoover) oder zum Bestandteil einer Naturlandschaft, wenn der Körper des/r Künstlers/in mit der Umgebung verschmilzt (Ana Mendieta, Bill Viola). In diesem Punkt taucht die Frage nach der Beziehung des kinematographischen Selbstporträts mit andere Künsten auf, in denen die bewegten Körper vorherrschen, nämlich mit der Performance, dem Tanz, dem Theater, und natürlich mit dem (narrativen) Kino. Wann hört die Selbstpräsentation auf, wann fängt die Auflösung der eigenen Identität, des eigenen Körpers als Element einer Videoinstallation, einer Performance, eines Tanz- oder Theaterstücks, einer narrativen Handlung an?

mo 14 – 18 Uhr, alle 2 Wochen, Beginn 28.10., Raum 129


Workshop Künstlerisch-gestalterische und technische Fächer

"You, Me and Everything We Know”, Praktischer Workshop zu Körperarbeit, Filmdramaturgie und Selbstinszenierung Lucy Cash (lucycash@googlemail.com)

Exploring different approaches to looking at things we think we know, (especially ourselves!), this workshop explores ideas of the 'self-portrait' through compositional tasks that uncover how we view the world around us and how we imagine ourselves in relation to it. These tasks will be set alongside different approaches to film composition (dramaturgy) that are drawn from both narrative and non-narrative film, (eg. artists' moving image, dance film and documentary). We'll complete short compositional tasks (both live and film) and discuss the work we make alongside examples from a range of different artists and filmmakers.

Blockveranstaltung do 14.11. - so 17.11., Raum 129



RUNDGANG 2013

Medienkunst Rundgang 2013.jpg Foto: Julia Müller ©2013

Faltblatt Rundgang 2013 Kopie.jpg


Lehrangebot SommerSemester 2013


Fachlasse Medienkunst

Projektarbeit zur künstlerischen Gestaltung von Zeit; Kurzzeit-, Klassen- und individuelle Projekte zur Videokunst. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in diesem Semester auf Visueller Musik für ein intermediales Konzert am Ende des Semesters.

Di 10 Uhr Klassenplenum, Beginn 16.04.13, Raum 129


Kunstwissenschaft oder Medienwissenschaft

„To Be Real – Videokunst und Identitätspolitiken“ Viktor Neumann (viktorneumann(at)gmx.de)

Das Seminar untersucht anhand ausgewählter Beispiele der Videokunst seit ihren Anfängen bis zur Gegenwart Strategien und Gesten der Auseinandersetzung mit Konzepten der Identitätsbildung und –gestaltung. Ziel des Seminars ist es, einen breiten Einblick in die tradierten und aktuellen Diskussionen und künstlerischen Auseinandersetzungen über die Konstruktion von Identität zu erlangen, die zu der heute gängigen Auffassung einer multiplen, fluiden und performativen Identität geführt haben. In enger Kopplung von jeweils aktuellen Diskursen und den sich stetig ändernden technischen Möglichkeiten werden Videoarbeiten in den Fokus genommen, die sich etwa im Feld experimenteller, dokumentarischer Selbstbespiegelungen aufhalten, feministische, gendertheoretische oder postkoloniale Debatten aufgreifen, die Konstruktion von „Normalität“ und „Andersartigkeit“ verhandeln oder die globalisierten, digitalen Lebenswelten und ihre Repräsentationsmechanismen reflektieren. Neben der regelmäßigen Teilnahme und der Aufbereitung der Lektüre wird von jedem Seminarteilnehmer die Übernahme eines Referates erwartet.

Mi 16 - 18 Uhr, Beginn 17.4.2013, Raum 129


Workshop Künstlerisch-gestalterische und technische Fächer

„Audiovisuelle Wahrnehmungsfelder: Filmton-Workshop“ Jean Martin (jean(at)soundbasis.eu)

Ton und bewegte Bilder: Klangbäder, audiovisuelle Arbeitsteilung, Soundscape-Komposition, Perspektiven des Seherhörers, Sound-Design, Ambiente und Athmosphären, evokative Geräusche, Sampling-Culture, Ton und Emotion, Stille, Lärm, imaginierte Geräusche, Stummfilm-Techniken im 21. Jhdt.; Dokumentarfilm: Realität und Filmrealität; akustische und narrative Immersion; Synchronisation; On- Screen / Off-Screen; Stimme; Animation und Ton; Experimenteller Film.

Praxis: Analyse zahlreicher Filme, Diskussion der Soundtracks von den Projekten der TeilnehmerInnen.

Übungen zur Wahrnehmung: Musik und/oder Geräusche; Existierende Musik und bewegte Bilder; Soundwalk; Erinnerung: evokative Geräusche; über Geräusche reden: zur Sprache der Geräusche- und Klangbeschreibungen; Ton verzeitlicht Bilder; Situationen: neutral, Gefahr; Raum, Enge, Kontrast, Nostalgie, Ort und Zeit.

Technik: Praktische Akustik; Mikrophone, Aufnahmetechniken; Postproduktion

Blockveranstaltung mo 03.–05.06.13, 10 Uhr, Raum 129

Anmeldung bei Till Beckmann bis zum 15.5.: DrTill(at)DrTill.de


Lehrangebot WinterSemester 2012/13

PROF. MARIA VEDDER ist im Winter 2012/13 im Forschungssemster in Mexiko, Berlin-Hohenschönhausen, Israel, Malaysia und anderswo.


RUNDGANG 2012

Medienkunst Rundgang 2012.jpg Foto: Caroline Bergmann ©2012


Das Programm als Übersicht:

ProgrammMedienkunstFlyer 2012.jpg



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Filmbühne in der Volksbühne: Neue Arbeiten aus der UdK

Zu sehen ist ein Spektrum vielfältiger Ansätze und Positionen, das einen eigenwilligen und ungewöhnlichen Umgang mit Bildern und Tönen dokumentiert. Studierende aus den Klassen Medienkunst (Prof. Maria Vedder), experimentelle Filmgestaltung (Prof. Michael Busch und Prof. Heinz Emigholz)und narrativer Film (Prof. Thomas Arslan) zeigen künstlerische Videos und experimentelle Filme, Dokumentationen und Spielfilme. Sie untersuchen urbane Transformationsräume in Berlin, ermöglichen in Doppelprojektionen Fenstereinblicke in private Räume, visualisieren Musik und Literatur.

Filmbühne in der Volksbühne, Großes Haus
Montag, 11.Juni 2012, Beginn: 20 Uhr
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

Kartentelefon: +49 30 240 65 777


FILMPROGRAMM I – KLASSE MEDIENKUNST Start: 20h
(Prof. Maria Vedder, Till Beckmann, Dr. Anja Osswald)

Mit Filmen von:
Fabian Brunsing | Alejandro Bernal Rueda | Ray Peter Maletzki | Ginan Seidl | Bettina Mooshammer | Arne Intveen | Manja Ebert | Ljupcho Temelkovski |
Ingrid Ladurner | Rasso Hilber

zum vollständigen Programm


INSTALLATIONEN DER KLASSE MEDIENKUNST IM FOYER

WINDOWS III
Mit Videos von:
Serhan Alsan | Sigurður Unnar Birgisson | Fabian Brunsing | Manja Ebert | Ingrid Ladurner | Jeanette Goßlau | Wang Lu | Anna Maysuk | Johanna Wagner
2-Kanal-Installationen für die Schaufenster des Berliner Projektraumes des Deutschen Künstlerbundes, die sich inhaltlich und formal auf das Thema (Schau-) Fenster beziehen und dabei die besondere Situation der Rosenthaler Straße berücksichtigen.


RÜTTEL DICH, SCHÜTTEL DICH - Manja Ebert
D 2011, Loop 1min21
Acht Freunde wollen den Rücken nicht länger krumm machen.


THE RAY TUBE QUINTETT - Ingrid Ladurner
D 2012, Audiovisuelle Installation, Loop ca. 2min
"The Ray Tube Quintett“ ist eine Installation mit fünf Computerbildschirmen, die nach einer bestimmten Partitur zusammen musizieren. Der Bildschirm als Instrument funktioniert durchs An- und Ausschalten, wodurch verschiedene Arten von klickenden Geräuschen entstehen. Die ursprüngliche Funktion, eine visuelle Information wiederzugeben, verfremdet sich durch die neue Verwendung des Bildschirmes als klangliches und visuelles Instrument. Die Kathodenstrahlröhrenbildschirme (engl. cathode ray tube) sind wie bei einem Orchester je nach ihrer klanglichen Bestimmung angeordnet. "The Ray Tube Quintett" ist ein Auszug aus der Installation "The Ray Tube Orchestra" mit 21 Computerbildschirmen.


STEREOPLATTEN - Alicja Sowiar
D 2010, Videoskulptur
Die Installation „Stereoplatten“ ist ein Ergebnis der filmischen Untersuchung von städtischen Transformationsräumen in Berlin. Die 3-D-Projektion auf montierte Styroporplatten greift die Kuben-Architektur des Märkischen Viertels auf und verwischt die Grenze zwischen filmischer und skulpturaler Inszenierung.


UdK-Produktion „A Game of Fives“ in Berlin zu sehen | Berlinpremiere: 6. Juni 2012

Mit Videos von:

Caroline Bergmann | Manja Ebert | Sungeun Grace Kim

Nach der Uraufführung im Rahmen der 13. Münchener Biennale ist die UdK-Produktion „A Game of Fives“ nun im Juni an zwei Tagen in Berlin zu erleben. Das Kompositionsprojekt ist ein interdisziplinäres, experimentelles Musiktheaterprojekt, bei dem junge Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Kunstsparten zusammenarbeiten.

Die Studentinnen Caroline Bergmann, Manja Ebert, Grace Kim aus dem Studiengang Kunst und Medien haben für das Stück verschiedene Videos erarbeitet.

Seit Beginn des interdisziplinärer Projektes stand eine enge Zusammenarbeit mit Regie, Dramaturgie und Ausstattung im Vordergrund um das Video ideal in Bühne und Spiel zu integrieren und zu einem eigenständigen Protagonisten zu machen. Entstanden sind drei sehr unterschiedliche Videostücke, die von Live-Video-Performance bis Raumerfahrung reichen.

weitere Informationen


„A Game of Fives“

Vorstellungen: 6.Juni +7. Juni 2012, jeweils um 19.30 Uhr

UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstraße 1B, 
Berlin-Charlottenburg

Eintritt 10, erm. 5 Euro

Karten unter Tel. 030 3185 2374, udkkasse@udk-berlin.de

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TRANS FORM - Filme über, in und mit Stadt

DVD - Veröffentlichung der Klasse Medienkunst

Mit Arbeiten von:

Alejandro Bernal Rueda | Fabian Brunsing | Manja Ebert | Lisa Ghio | Arne Intveen | Antonia Kilian | Ray Peter Maletzki | Bettina Mooshammer | Andrea Schmid |
Ginan Seidl | Alicja Sowiar

Filmische Feldforschungen standen im Mittelpunkt eines Projektseminars der Klasse Medienkunst von Maria Vedder, Anja Osswald und Till Beckmann zu urbanen Transformationsprozessen in Berlin. Den Gegenstand der künstlerischen Auseinandersetzung bildeten 2 Orte in Berlin, die exemplarisch für Veränderung stehen: Das Märkische Viertel und der ehemalige Flughafen Tempelhof.

Historisch gesehen repräsentieren beide Orte städtebauliche Visionen der Moderne. Der Flughafen Tempelhof stand mit seinem Verkehrsaufkommen in den 1930er-Jahren an der Spitze des europäischen Flugverkehrs und die Großbausiedlung Märkisches Viertel galt zur Zeit ihrer Entstehung in den 1960er Jahren als Vorzeigeprojekt des sozialen Wohnungsbau. Beiden gemeinsam ist auch ihre wechselvolle Geschichte. Das Märkische Viertel entwickelte sich schnell zum sozialen Brennpunkt. Und der Flughafen Tempelhof war immer überschattet von seiner nationalsozialistischen Vergangenheit. Erst in jüngster Zeit erleben beide Orte einen neuerlichen Imagewandel. Das Tempelhofer Feld ist Projektionsfläche für Visionen unterschiedlichster Art. Das Märkische Viertel investiert in energetische Modernisierung, die es zu einem Vorzeigemodell für die Sanierung von Großsiedlungen macht.

In den Filmen wird Transformation nicht aus den Sanierungsaktivitäten und baulichen Veränderungen hergeleitet, sondern eher in sozialen Details und filmischen Inspektionen der gebauten Oberflächen gesucht.


Klassenpräsentation auf dem
EMAF 2012 - EUROPEAN MEDIA ART FESTIVAL OSNABRÜCK

18. – 22. April Ausstellung im Turm Bürgergehorsam
Gezeigt wird eine 1-Kanal-Projektion mit den 10 Filmen zu städtischen Transformationsräumen in Berlin.

19. April, 15-17h Präsentation der DVD
Im Rahmen des Media Campus wird die DVD "TRANS FORM - Filme über, in und mit Stadt" durch Maria Vedder, Till Beckmann und die teilnehmenden Studenten vorgestellt und ausgewählte Filme gezeigt.

Webseite EMAF

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ETWAS NÄHER / MV Fabian Brunsing

Die Porträts von Fabian Brunsing (und Alejandro Bernal Rueda) von Bewohnern des Märkischen Viertels sind vorsichtige Annäherungen an die Menschen hinter der Klischeefassade. Wie in August Sanders Milieustudien erhält jedes Gesicht eine Geschichte. Transformation wird in die Physiognomie von Gesichtern übersetzt.

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INVERSE GEOMETRIE Ray Peter Maletzki, Ginan Seidl

Der Film beschäftigt sich mit der Verletzlichkeit intimer Räume, der Architektur der Großraumsiedlung, mit seinen Fassaden und dem, was sich dahinter befindet. Er wagt eine phantastische Überhöhung der Realität mit einer skurrilen Geistererzählung, die von der Geschichte eines langjährigen Mieters inspiriert ist.

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EINBLICK Manja Ebert, Lisa Ghio, Antonia Kilian

Im wechselnden Rhythmus der Fassaden werden der Wiederkehr des Immergleichen individuelle Spuren der Bewohner gegenüber gestellt. Die visuelle Spurensuche wird so zugleich zu einer Beobachtung des sozialen Raums. Dabei folgt die Kamera einem subjektiven Blick, der sich ähnlich einem Zoom vom öffentlichen Außenraum ins Innere privater Räume bewegt.

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MÄRKISCHES VIERTEL – GESICHTER EINER SIEDLUNG Alejandro Bernal Rueda

Ein Porträt des Viertels durch die Gesichter der Einwohner. Keine Interviews, keine Wörter, nur eine audiovisuelle Performance.

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WHITE SHEETS Bettina Mooshammer

In Form eines Reenactments nimmt der Film Bezug auf eine Protestaktion der Bewohner des Märkischen Viertels im Jahr 1972. 6000 Bewohner/innen hängten in einer Protestaktion tausende weiße Laken und Handtücher aus ihren Fenstern und Balkonen. Diese medienwirksame Aktion, auch bekannt als „Handtuchaktion“, war Teil der sozialen Kämpfe Anfang der 1970er Jahre im Märkischen Viertel. Sie entstanden aus Unzufriedenheit über die Missstände im Viertel sowie Kritik am kapitalistischen Städtebau und dessen sozialen Folgen.

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STEREOPLATTEN Alicja Sowiar

In der Reihe der Filme zum Märkischen Viertel nimmt die Videoinstallation „Stereoplatten“ eine Sonderstellung ein. Die Dokumentation zeigt, wie die 3D-Projektion auf montierte Styroporplatten die Kuben-Architektur des Märkischen Viertels aufgreift und die Grenze verwischt zwischen filmischer und skulpturaler Inszenierung.

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ZENTRALFLUGHAFEN Alejandro Bernal Rueda

Bar jedweder politischen oder sozialen Anspielung zeigt sich Zentralflughafen. Alejandro Bernal entdeckt im blätternden Putz, auf vergilbten Hinweisschildern oder Farbresten auf Wänden die Poesie des Augen-Blicks. Momente, die aus der Zeit herausgefallen sind und die Flughafengebäude aussehen lassen, als stammten sie aus der Kulisse eines Antonioni-Films.

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KÖRPERSCHNITTWEG Andrea Schmid

In KÖRPERschnittWEG wird das Tempelhofer Feld zum Schauplatz einer performativen Selbstinszenierung, bei der Körper-Raum und öffentlicher Stadt-Raum miteinander in Beziehung gesetzt sind.

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ETWAS Arne Intveen

Der Film stellt die Frage nach den Grenzen zwischen privat und öffentlich, innen und außen. Mit einer Passage aus Jonathan Safran Foers Roman Extrem laut und unglaublich nah unterlegt, erhalten die Aufnahmen von den das Tempelhofer Feld rahmenden und begrenzenden Zäunen, Fassaden und Mauern die Bedeutung einer visuellen Übersetzung der Textvorlage. Sie können aber auch als Kommentar zu den seit Schließung des Flughafens schwelenden Konflikten zwischen Investoren und Berliner Bürgern, zwischen Senatsinteressen und gesellschaftlichen Visionen gewertet werden.

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KLC Arne Intveen

Mit der politischen Vergangenheit des Flughafen Tempelhof beschäftigt sich Arne Intveen in KLC. In collagierten Bildsequenzen und mit Rap-Rhythmen unterlegt, wird der Geschichte des an den Flughafen angrenzenden Columbia-Hauses gedacht. „Das Columbia-Haus war ab 1933 Gefängnis, vom 8.1.1935 bis 5.11.1936 ein Konzentrationslager der nationalsozialistischen Machthaber. Hier wurden Menschen gefangen gehalten, entwürdigt, gefoltert, gemordet." Inschrift des Mahnmals am Columbiadamm 71 im Berliner Bezirk Tempelhof. Fotografie: Topographie des Terrors


Lehrangebot SommerSemester 2012

Fachlasse Medienkunst

Di 10 Uhr Plenum, Beginn 10.04.2012, Raum 129


Kunstwissenschaft oder Medienwissenschaft

„Christoph Schlingensief - Vom experimentellen Filmemacher zum politischen Aktionskünstler, Theatermacher und Opternregisseur “ Catharina Gebbers

Das Seminar untersucht die Relationen zwischen künstlerischen Praktiken in experimentellen Filmarbeiten und aktionistischer Kunst anhand des Werks von Christoph Schlingensief.


Von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart wurden immer wieder Techniken und Inhalte eingesetzt, die mit Hilfe der Macht der Bilder Zuschauer provozieren und die Grenze zwischen Fiktion und Realität überschreiten sollten. Dabei werden die Möglichkeiten des eigenen Mediums sowie die Rolle von Werk, Künstler, Betrachter und Öffentlichkeit ausgelotet und hinsichtlich der gesellschaftlichen Relevanz auf die Probe gestellt. Hieraus ergeben sich konkrete Fragen wie beispielsweise: Gibt es heute noch Darstellungskonventionen, die gebrochen werden können? Können V-Effekt und Trash-Ästhetik noch als irritierende Störfaktoren fungieren? Wie lassen sich die Rezipienten dazu verführen, in ihren Köpfen eigene Bilder zu erzeugen? Gibt es formale und inhaltliche Mittel, durch die Kunst Handlungen und/oder neue Erkenntnisse provozieren kann? Und wenn ja, welche?
Christoph Schlingensief öffnete und hinterfragte mit aktionistischen Elementen das Medium Film. Und die Auseinandersetzung mit der Filmgeschichte durchzogen seine Aktionen. Filmsprache, filmtechnische Metaphern und Aktionismus prägten wiederum Schlingensiefs Fernsehshows, Hörspiele, Theater- wie Operninszenierungen, Objekte, Installationen, Texte und sein kommunikatives Handeln. Mit der Freilegung von politischen Mechanismen und gleichzeitiger Handlungsaufforderung steht Schlingensiefs Œuvre in der Tradition von Surrealismus, Dadaismus, Situationismus, Aktionismus, Happening, Fluxus, Wiener Aktionismus sowie von Experimentalfilm, Cinéma Vérité, Nouvelle Vague, Autorenfilm, Trashfilm als auch von epischem, dokumentarischem und postdramatischem Theater. Die verschiedenen Genres durchdrangen sich in seinem Werk ebenso wie seine Kunst und sein Leben miteinander verwoben waren.


Schlingensiefs Grenzüberschreitungen, Überlagerungen oder Übermalungen sind von spezifischen formalen und inhaltlichen Merkmalen gekennzeichnet, die für Praktiken „politischer Kunst" exemplarisch sind. Diese Praktiken werden im Seminar als inhaltliche Charakteristika und formale Techniken herausgearbeitet, benannt und überprüft. Die verhandelten film-, kunst- und theatergeschichtlichen Beispiele reichen von Buñuel über Rouch, Herzog, Piscator und Beuys bis zu Schlingensief selbst.

Mo 10 - 12 Uhr, Beginn 23.4.2012, 10 Uhr


Praxis-Workshop

„Filmanalyse für Filmschaffende “ Gesa Marten

Filmanalyse - das klingt theoretisch: nach Filminterpretation oder Filmkritik.
Tatsächlich können auch in der Praxis des Filmschaffens filmanalytische Werkzeuge und Methoden für die eigene Arbeit fruchtbar gemacht werden. Sich der Wirkmechanismen filmischer Mittel bewusst werden, sich mit dem Filmteam über Gestaltungsmittel auseinandersetzen, der eigenen Arbeit mit einem distanzierten Blick begegnen - all dies sind unmittelbare Anwendungen filmanalytischer Methoden in der Filmpraxis.

Im Seminar werden konkrete filmanalytische Tools vermittelt und ein analytischer Blick geübt.
Wir „zerlegen" Filme unterschiedlichster Art (Musikclip, experimenteller Film, Kurzspielfilm) und untersuchen ihre filmgestalterischen Strategien. Und wir setzen uns analytisch vor allem auch mit unseren eigenen Arbeiten auseinander - im besten Fall während sie noch in Arbeit sind (Rohschnitt!)

Blockveranstaltung 11. + 12.6.2012, Raum 129, 10 Uhr


WINDOWS III

Schaufensterprojektionen von Studierenden der Kunsthochschule Kassel und Universität der Künste Berlin

Gezeigt werden Arbeiten von:

Dovile Aleksaite | Serhan Alsan | Philipp Bauer | Sigurður Unnar Birgisson | Nora Bolz | Ben Brix | Fabian Brunsing | Manja Ebert | Ana Esteve Reig | Frieda Femfert | Kerstin Frisch | Jeanette Goßlau | Juri André Halliday | Alessa Hansen | Tilman Hatje | Ingrid Ladurner | Meike Martin | Steffen Martin | Anna Maysuk | Kristin Meyer | Sabine Moore |
Aiko Okamoto | Felix Ott | Franz Christoph Pfannkuch | Ann Schomburg | Beatrix Schubert | Lukas Thiele | Jana Tost | Johanna Wagner | Lu Wang | Bastian Wienecke


Vom 10. Februar bis 16. März 2012 zeigt der Deutsche Künstlerbund in den Schaufenstern seines Projektraumes Videoprojektionen von 31 Studierenden der Kunsthochschule Kassel und der Universität der Künste Berlin.

Die an diesen Kunsthochschulen lehrenden VideokünstlerInnen Anna Anders, Bjørn Melhus und Maria Vedder haben ihren Studierenden im Wintersemester 2011/12 die Aufgabe gestellt, für die Schaufenster des Projektraumes des Deutschen Künstlerbundes zweikanalige Videoprojektionen zu entwickeln, die sich inhaltlich und formal auf das Thema (Schau-) Fenster beziehen und dabei die besondere Situation vor Ort berücksichtigen. Die vorge-gebene Länge 1’30 min durfte dabei nicht überschritten werden.

Einige der hier gezeigten Arbeiten lassen durch Kontextverschiebung und Veränderung der Größenverhältnisse surreale Momente entstehen. So verwandeln sich die – sonst eher edle Ware präsentierenden – Schaufenster z.B. in Mülleimer oder Ofenrohre, in eine Puppenstube, einen Raubtierkäfig, einen Kuhstall, eine Intensivstation, ein Badezimmer oder in Brillengläser, aus denen große Augen schielen. Kämpfe und Liebesdramen werden zwischen den beiden Fenstern ausgefochten, ein überdimensionaler Akkuschrauber bohrt von einem Fenster ins andere, Autos fallen vom Himmel und andere merkwürdige Dinge passieren. Bewegte Bilder sind durch die Entwicklung der digitalen Video- und Display-Technologie in den städtischen Straßen immer häufiger zu sehen und ergeben auch für die Kunst im öffentlichen Raum neue Möglichkeiten. Zum dritten Mal in der Reihe WINDOWS werden die Passanten in der Umgebung des Projektraumes des Deutschen Künstlerbundes in Berlin-Mitte zum Innehalten und der Auseinandersetzung mit Kunst herausgefordert.

Eröffnung: Donnerstag, 09.02.2012 um 19:00 Uhr

Deutscher Künstlerbund – Projektraum
Rosenthaler Straße 11
10119 Berlin

Dauer: 10.02. – 16.03.2012
Projektionszeiten: Dienstag bis Freitag 18:00 bis 24:00 Uhr

Webseite Deutscher Künstlerbund

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Foto: Jana Trost ©2012



Lehrangebot WinterSemester 2011/12

Fachlasse Medienkunst

Di 10 Uhr Plenum, Beginn 18.10.2011, Raum 129


Kunstwissenschaft oder Medienwissenschaft

„Expanded Media: Bewegte Bilder / Bewegte Leinwände“ Maria Morata (maria.morata(at)gmail.com)

Das Seminar orientiert sich an künstlerischen Positionen und Tendenzen der Videokunst und des Experimentalfilms der 60er Jahre bis heute, die die Beziehung zwischen bewegten Bildern und Zuschauern untersuchen und die Grenzen der eigenen Medialität ausloten. Die inhärente Immaterialität der bewegten Bilder führt dazu, dass die in Filmrollen oder Videobändern eingeschriebenen Bilder verborgen bleiben, solange sie nicht in einem Monitor oder mittels einer Lichtprojektion an die Leinwand wieder ins Leben gerufen werden.

Das kinematographische Medium ist für eine lange Zeit dem Kinosaalmodell treu geblieben: Der Film verfügt über einen Anfang- und Endpunkt, das Publikum sitzt in mehr oder weniger bequemen Sesseln, entkörpert und unbeweglich, und nur die projizierten Bilder bewegen sich. Das videographische Bild, dank seiner Simultanität zwischen Bildproduktion und Bildübertragung, hat eine ganz andere Beziehung mit dem Zuschauer geschaffen. Der Monitor wird als quasi skulpturales Objekt (Tony Oursler, Bruce Nauman, Friederike Pezold) oder als live- übertragendes Element bei Close-Circuit-Installationen wahrgenommen. Bei zahlreichen Videoinstallationen wird das Bild in kinematographischer Größe projiziert oder gar der Rahmen der zweidimensionalen Leinwand gesprengt (Pipilotti Rist). Hier gilt: Die Bilder bewegen sich, die Zuschauer aber auch.

Anhand repräsentativer historischer und zeitgenössischer Beispiele möchte das Seminar ein Dialog herstellen zwischen den früheren Closed- Circuit-Installationen, den Mehrfachprojektionen, Live-Performances und Film-Environments des Expanded Cinemas (Malcolm LeGrice, Carolee Schneemann, Stan Vanderbeek, VALIE EXPORT, Peter Weibel, Anthony McCall) und seiner aktuellen Nachfolger (Jürgen Reble, Thomas Köner, Metamkine, Ken Jacobs), der Zeit der großen Videoinstallationen (Isaac Julien, Douglas Gordon, Aernout Mik, Bill Viola) und der Rückkehr der Filminstallationen in Kunsträume (Simon Starling, Tacita Dean, Rosa Barba).

Mo 10 - 12 Uhr, Beginn 24.10.2011, Raum 129


Praxis-Workshop

„Dramaturgisch Denken! – Die Filmmontage“ Gesa Marten (gesa.marten(at)gmx.de)

Im Gegensatz zur Spielfilmmontage, die sich am Drehbuch orientiert und mit planvoll gedrehtem Material arbeitet, wird der Aufbau dokumentarischer Filme auf Grund des oft unvorhersehbar entstandenen Filmmaterials zumeist erst im Schneideraum entwickelt. Dramaturgische Überlegungen stehen deshalb in der Montage solcher Filme an erster Stelle: Wie kann ich mit dem vorhandenen Material das erzählen, was ich mir vorgenommen hatte, und wie kann ich es packend erzählen? Oder: inwiefern muss ich meine Ursprungsidee modifizieren, um trotzdem einen spannenden Film zu erzeugen?

Dramaturgie wird verstanden als Bau einer Struktur bzw eines Verlaufs. Der Zuschauer soll interessiert und für einen bestimmten Zeitraum an den Film gebunden werden. Im Seminar untersuchen wir die Gestaltung dieses Zeit-Raums.

Das Seminar vermittelt zunächst Grundlagen der Dramaturgie mit besonderem Blick auf verschiedene Dokumentarfilm- und Kunstfilmformen. Was ist eigentlich der Plot meines Films? Wie kann ich durch die Montage nah am Plot bleiben? Und warum sollte ich das überhaupt tun? Welches ist der Konflikt in der Geschichte, aus der die Spannung rührt? Und wie kann ich durch die Montage den Konflikt verstärken und die Spannung steigern? Der dramaturgische Aufbau der Filme wird kritisch betrachtet: der Bogen, der den Film umspannt, der Bau einzelner Szenen sowie besondere Montagesequenzen.

Professionelle Arbeitstechniken werden vorgestellt: von der planmäßigen Aufbereitung des Materials für den Schnitt über Hilfsmittel zur dramaturgischen Strukturfindung bis hin zu koordinierter Postproduktion werden Methoden aus der Praxis vorgestellt. Wie organisiert man seine Arbeit im Schnittprozess? Wie kommt es zu einem ersten Konzept? Wie baut man einzelne Szenen auf? Welche Kriterien gibt es für die Dramaturgie eines Films? Und wie findet man letztendlich seine Struktur?

Die Montage kann Gedanken und Gefühle der Zuschauer führen. Es soll bewusst gemacht werden, wie dieses Potential genutzt werden kann! Im Seminar besteht zudem die Möglichkeit, Aspekte momentan entstehender eigener Filme miteinzubringen und gemeinsam zu besprechen.

Blockveranstaltung 16. + 17.1.2012.6, Raum 129, 10 Uhr



Rundgang 2011

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Foto: Yair Elazar Glotman ©2011

Caroline Bergmann, Alejandro Bernal, Fabian Brusing, Manja Ebert, Mikko Gaestel, Lisa Ghio, Yair Elazar Glotman, Rasso Hilber, Daniela Imhoff, Antonia Kilian, Ingrid Ladurner, Evelyn Loschy, Bettina Mooshammer, Arne Müller, Luis Ortiz, Andrea Schmid, Ginan Seidl, Alicja Sowiar, Marek Straszak, Lee Seungyoun, Grace Kim Sungeun, Ljupcho Temelkovski, Adriana Uribe, Dominik Wagner, Gudrun Wernet.

Transfer, Transport, Transform: Filme über, in und mit der Stadt
Ergebnisse eines Projektes der Klasse Medienkunst, das den dynamischen, ökonomischen, ökologischen, demographischen und sozialen Wandel, den Städte derzeit überall auf der Welt erleben, am Beispiel der Berliner Stadtteile Tempelhof und Märkisches Vierteluntersucht hat.

See this Sound
Zum Musikstück Tza’ad von Yair Glotman entstanden 12 filmische Visualisierungen, die hier in einer 6-Kanal-Installation zusammengefasst werden. Nach einem Zufallsprinzip sind immer wieder andere Filme parallel zu sehen. Hierdurch wird jeweils die Musik anders gehört und neue Geschichten werden erzählt.


Freitag, 15. Juli 19 Uhr Vernissage
Samstag, 16. Juli 11 – 22 Uhr
Sonntag, 17. Juli 11 – 20 Uhr
Medienhaus, Grunewaldstraße 2 – 5, 10823 Berlin
Raum 127, 129 und 130

Samstag, 16. Juli 18 Uhr
Expanded Music: Audiovisuelle Performances
HfM Hanns Eisler Berlin, Charlottenstr. 55, 10117 Berlin

Mit Live Audio/Video-Performances der Studenten aus der Klasse Medienkunst, entstanden in Zusammenarbeit mit Transforma (Baris Hasselbach, Simon Krahl), A/V Performance.

Normally when the birds sing he wakes up
TRÖCKNA (Caroline Bergmann, Sandra Bühler, Daniela Imhoff, Sungeun Kim)
Die Live-Performance ist die audiovisuelle Untersuchung einer apokalyptischen Traumwelt. Zum Einsatz kommen eine Miniaturlandschaft, eine Makrokamera, zwei Computer und mehrere Projektionen.

Kantenwechsel
Gruppe 0 (Yair Glotman, Andrea Schmid, Ayako Toyama, Alicja Sowiar)
In dieser audiovisuellen Performance vereinen wir mehrere Bereiche der zeitbasierten Künste wie Video, Tanz und Sound, hinzu kommen Raum und Kostümbild. Die zugrunde liegende Idee ist das Zeigen und gleichzeitige Umgestalten des Raumes vor den Augen des Zuschauers durch die Komponenten Live-Kamera, Körpergeometrie und Sound.

Kopierte Idylle auf LSD
Everybody needs a gang (Sandra Bühler, Manja Ebert, Ingrid Ladurner, Evelyn Loschy)
Die Performance ist eine audiovisuelle Kompostion, bestehend aus handgefertigten Filmen und Klängen. Auf einer Leuchtbox befinden sich drei Motoren, die jeweils einen Filmstreifen, angefertigt aus einer Zeitung, elektronisch aufrollen. Durch die digitale Transformation über Videokamera und Beamer wird eine Filmästhetik erzeugt, die wir von 16-mm-Projektion kennen. Diese Audiovisualisierung wird durch Pure Data generiert.

Multiple Exposure
(Miika Hyytiäinen, Elia Kaden, Andrea Schmid, Alicja Sowiar)
MULTIPLE EXPOSURE ist ein dreiteiliges Live-Musik/Video-Stück für Geige. Wir berufen uns auf den fotografischen und filmischen Begriff der Mehrfachbelichtung und interpretieren diesen in verschiedenen Ebenen der Aufführung (Musik, Video, Bühne, Beleuchtung). Wir legen drei Filmklassiker zugrunde („Psycho“ von Alfred Hitchcock, „Playhouse“ von Buster Keaton und „Persona“ von Ingmar Bergmann), die in Inhalt und Form das Phänomen der mehrfachen Persönlichkeit thematisieren. Ihre filmische Struktur ist Ausgangspunkt für die Komposition der Musik.

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Lehrangebot SommerSemester 2011

Fachlasse Medienkunst di 10 Uhr, Beginn 12.4.2011, Raum 129


Auch in diesem Semester erarbeitet die Klasse zum Thema „Expanded Music - Sound & Video, Raum & Körper“ mit dem Studiengang Experimentelle Musik performative Videoprojekte, die zum Rundgang zur Aufführung kommen. Von fr 1.4. – so 3.4. findet gemeinsam mit Musikern und Theatermachern ein Projektwochenende statt im Gutshof Sauen.

Der Grenzbereich von Musik, Sound, Video, Film, Licht, Raum und Körper steht im Mittelpunkt des Schwerpunkts „Expanded Music“, den KLANGZEITORT, das Institut für Neue Musik der UdK Berlin und Hochschule für Musik Hanns Eisler, und das Institut für zeitbasierte Medien der UdK Berlin im Wintersemester 2010/11 und Sommersemester 2011 veranstalten.

Beteiligte Lehrende und Mentoren: Till Beckmann, Video; Wolfgang Heiniger, Komposition; Julian Klein, Komposition/Regie; Urban Mäder (Luzern/Schweiz), Komposition; Daniel Ott, Komposition; Kirsten Reese, Komposition; Enrico Stolzenburg, Regie; Maria Vedder, Videokunst; Dorothea Weise, Rhythmik/Bewegung


Praxis-Workshop

„Dramaturgie und Performance für Film“ Lucy Cash (www.lucycash.com)

This workshop explores compositional approaches (dramaturgy) to film through exploring visual rhythm and the differences between live performance and performance for camera. We'll complete short compositional tasks (both live and film) and discuss the work we make alongside examples from a range of sources including dance film, artists' moving image and selected scenes from fiction.

Blockveranstaltung Fr 10.6. und Sa 11.6, Raum 129, 10 Uhr


Kunstwissenschaft oder Medienwissenschaft

„Zeit und Raum in Film und Video II“ Maria Morata

Das Seminar ist eine Fortsetzung der gleichnamigen Veranstaltung im Wintersemester. Die beiden Wahrnehmungskategorien Zeit und Raum werden im Rahmen kinematographischer Werke und Videoarbeiten untersucht.

Ein Schwerpunkt wird auf verschiedenen Montagetechniken als künstlerische Strategien liegen.

Das Seminar besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden historische Montageperioden anhand zahlreicher Beispiele analysiert: Frühkino (Vues Lumière, Georges Méliès), amerikanische Pioniere (E.S. Porter, D.W. Griffith), russische Montage (Kuleschow, Pudowkin, Eisenstein), französische Schule (Abel Gance, Jean Epstein), klassische Montage und Cinéma d’Auteur (Orson Welles, Jean-Luc Godard, Alain Resnais, Sam Peckinpah).

Der zweite Teil wird sich auf Montagestrategien konzentrieren, welche von konventionellen Verfahren abweichen und die Grenzen unserer Sehgewohnheiten erforschen. Anhand von Beispielen aus den Bereichen narrativer Film, experimenteller Film und Videokunst werden die unterschiedlichen Bezüge von Zeit und Raum im bewegten Bild untersucht. Folgende Künstler werden vorgeschlagen: Werner Nekes, Dore O., Chris Marker, Julian Rosefeldt, Malcolm LeGrice, Andy Warhol, James Benning, Heinz Emigholz, David Lamelas, Takahiko Iimura, Chris Welbsy, u.a.

Mi 10 - 12 Uhr, Beginn 20.4.2011, Raum 129


Lehrangebote Klasse Medienkunst



Präsentationen

Präsentation der Klasse Medienkunst auf der LOOP Barcelona 2010


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File:Splashdown WendelaLoman Tobias Purfürst.mov

Ausstellungen

BERLINER LISTE 2008 MESSE FÜR AKTUELLE KUNST Mittwoch, 29. Oktober 2008, 18 Uhr, Vernissage 30. Oktober – 1. November, 13 – 21 Uhr 2. November, 13 – 19 Uhr Ausstellung von Studierenden und Ehemaligen der Klasse Medienkunst

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Vortragsreihen

VIDEOKUNST: MACHEN ZEIGEN KAUFEN 6. Mai - 24. Juni 2008, Dienstags 17 - 19 Uhr

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