From Medienhaus

Jump to: navigation, search

Lehrangebote Klasse Medienkunst


Lehrangebot WinterSemester 2010/11
Ringvorlesung „Sound & Video, Raum & Körper“
Dienstags, 19.30 Uhr
UdK Berlin, Medienhaus, Grunewaldstraße 2 – 5, 10823 Berlin, Aula (U7 Kleistpark)


Der Grenzbereich von Musik, Sound, Video, Film, Licht, Raum und Körper steht im Mittelpunkt der Ringvorlesung „Sound & Video, Raum & Körper“. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler – Videokünstler, Regisseure, Bühnenbilder, Komponisten und Choreographen – stellen Projekte vor, die Raum, Klang, Bild und Bewegung auf ganz eigene Art und Weise verbinden. Die Ringvorlesung mit ihrem Fokus auf intermediale und interdisziplinäre Zusammenarbeitet wendet sich an Studierende der Studiengänge Komposition, Film/Video, Bühnenbild, Tanz und alle anderen Interessierten.

Die Ringvorlesung findet statt im Rahmen des Schwerpunkts „Expanded Music: Sound & Video, Raum & Körper“, den KLANGZEITORT, das Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler, und das Institut für zeitbasierte Medien der UdK im Wintersemester 2010/11 und Sommersemester 2011 veranstalten. Die entstandenen Projekte werden Ende des Sommersemesters 2011 in einem kleinen Festival aufgeführt.

Termine

7. Dezember 2010 transforma (baris hasselbach, simon krahl) Die Künstlergruppe Transforma arbeitet seit 2001 an der Schnittstelle von Musik, Video und Live-Performance, oftmals in Kooperation mit anderen Künstlern und Musikern. Im Vortrag stellen sie ihre  Entwicklung und Arbeitsweise vor.

14. Dezember 2010 Janina Janke (Regisseurin und Bühnenbildnerin): Die Stadt als Bühne Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Janina Janke setzt sich seit ihrer Mitbegründung der OPER DYNAMO WEST mit markanten Gebäuden und Räumen der Stadt Berlin künstlerisch auseinander. Im Rahmen von OPER DYNAMO WEST konzipiert und realisiert sie dokumentarische Theaterprojekte, Rauminterventionen sowie experimentelle Musiktheaterinszenierungen auf der Schnittstelle von Architektur und Darstellender Kunst. Ihre Inszenierungen sind der Versuch, die den Gebäude innewohnenden Geschichten freizulegen. Das gefundene Material wird vor Ort inszeniert – ästhetische, soziologische und narrative Strukturen von Architektur sollen so direkt erfahrbar gemacht werden. Musik, Text und Raum treten hierbei in einen gleichberechtigten Dialog für experimentelle und interdisziplinäre Projekte.

11. Januar 2011 Daniel Kötter (Regisseur und Videokünstler): Klangraum und Zeitbild Der Regisseur und Videokünstler Daniel Kötter arbeitet seit über 10 Jahren mit Mehrkanal-Videoinstallationen und alternativen konzertanten Formaten. Seine Arbeiten thematisieren und changieren zwischen verschiedenen medialen und institutionellen Kontexten und verbinden Techniken des strukturalistischen Experimentalfilms mit dokumentarischen und raumgestalterischen Ansätzen. Das Verhältnis von Klangraum und Zeitbild beschäftigt ihn bei zahlreichen interdisziplinären Kollaborationen mit Komponisten und Choreographen, im Ausstellungsraum, Konzert, Theater oder Kino.

18. Januar 2011 Christoph Brech (Videokünstler): Visualisierung von Musik Die Visualisierung von Musik ist in den Video-Filmen von Christoph Brech ein immer wiederkehrendes Thema; ob in den Falten eines Dirigentenfracks (Christoph Poppen), in der graphischen Umsetzung von Taktstockbewegungen (Mariss Jansons) oder in Portraitstudien (Quatuor Ebene).

24. Januar 2011, 19.30 Uhr (Achtung: Montagstermin!) Bernhard Lang (Komponist): Kinematografische Strategien Der Komponist Bernhard Lang stellt kinematografische Strategien in seinen Arbeiten „Vtrike“ und „Maschinenhalle“ vor. Anhand des Begriffs der Granularen Analyse soll die Übertragung von Techniken des Experimentalfilms (Martin Arnold, Ortiz) auf Klang und Bewegung gezeigt werden.

25 Januar 2011 Rhys Martin (Tänzer und Choreograph): Tyrolean Tuareg – the challenge of choreographing for screened and live theatre performance. Commissioned by the Tanzkooperative SüdTyrol, this performance took on as its broad challenge, the question of identity. Working with documentary film maker Emanuele Vernillo, a full length film was made for the performance shot between Morocco and the Italian alps. The presence of the performers both in the film and on stage tackles the often problematic dramaturgical relationship between live performance and visual media.


Eine Veranstaltung von Klangzeitort, Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler, und dem Institut für zeitbasierte Medien der UdK Berlin im Rahmen von „Expanded Music: Sound & Video, Raum & Körper“.

[Logo Klangzeitort] Kontakt: www.klangzeitort.de, contact@klangzeitort.de



Lehrangebot WinterSemester 2010/11
Simon Krahl, Baris Hasselbach
Live Audio/Video Performance: Echtzeit und Experiment

Die Live A/V Performance als Mischform aus Konzert, Kino, Performance & Experiment unterliegt eigenen Regeln der Dramaturgie und Struktur.

Der Kurs beschäftigt sich in einer Workshop-Situation mit der Live-Strukturierung von in Echtzeit erzeugtem oder vorbereitetem Videobild und Klang. Dabei liegt der Fokus, im Gegensatz zu generativen und digitalen Methoden, auf der analogen Manipulation von Objekten, Interaktionen von Performern mit Kamera und Micro als Hauptwerkzeuge zur Bild- und Tonerstellung.

Es werden Beispiele gezeigt und diskutiert, kurze technische Einführungen gegeben (u.a. in die Software Modul8) hauptsächlich aber mit Materialien, Kamera und Sound experimentiert, live performt und dabei versucht, sich dem Prozess des 'Entscheidens in Echtzeit' zu nähern.

Im weiteren Verlauf soll jeder Kursteilnehmer allein oder in Gruppenarbeit ein eigenes Live-A/V-Set entwickeln. Von der Idee über die Organisation des Materials hin zu technischem Setup, Dramaturgie und der Performance.


Verweis auf Homepage: http://www.transforma.de/



Lehrangebot WinterSemester 2010/11
Maria Morata
Medien- und Kommunikationswissenschaft
Zeit und Raum in Film und Video

Zeit und Raum sind traditionell zwei wesentliche Kategorien, die unsere Erfahrung der Welt ermöglichen. Film- und Videoarbeiten müssen sich ständig mit beiden Wahrnehmungsparametern auseinandersetzen, und zwar auf verschiedenen Ebenen. Auf einer Seite wird die Raumkonstruktion durch die Verteilung und Anordnung verschiedener Elemente (Licht, Farbe, Schärfentiefe, Bewegung der Kamera und der Figuren) in jeder einzelnen filmischen Einstellung bestimmt, welche die Zweidimensionalität der Leinwand ausloten und in Frage stellen. Auf der anderen Seite wird Raum im Film durch Montage-Techniken erzeugt, die aus diskontinuierlichen Raumeinheiten Kontinuität und Homogenität schaffen - und damit gleichzeitig auf den zeitbasierten Charakter der Medien verweisen. Nach einem Einführungsteil in die klassische filmische Raum- und Zeitkonstruktion wird sich das Seminar auf Strategien konzentrieren, welche von konventionellen Verfahren abweichen und die Grenzen unserer Sehgewohnheiten erforschen. Anhand von Beispielen aus den Bereichen narrativer Film, experimenteller Film und Videokunst sowie die Lektüre theoretischer Texte werden die unterschiedlichen Bezüge von Zeit und Raum im bewegten Bild untersucht.


Lehrangebot SommerSemester 2010
Anja Osswald
Medien- und Kommunikationswissenschaft
Transfer, Transport, Transform, Filme über, in und mit der Stadt.

Die Verstädterung unseres Planeten schreitet unaufhörlich voran. Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten. 2050 werden es mehr als 75% sein. Städte bestimmen unser Leben. Städte verändern unser Leben. Städte verändern sich. Das Projektseminar geht dem dynamischen ökonomischen, ökologischen, demographischen und sozialen Wandel, den Städte derzeit überall auf der Welt erleben, am Beispiel Berlins nach und sucht nach Wegen, diese Dynamik filmisch zu visualisieren… Oder vielleicht auch zu verlangsamen oder zu beschleunigen, stillzustellen oder auf den Kopf zu stellen. – kurz: es wird darum gehen, im reflektierenden Kamerablick vielleicht etwas sichtbar zu machen, was mit anderen Mitteln der Gestaltung, Planung und Entwicklung von Stadt so nicht darstellbar wäre. Das Projektseminar findet im Austausch mit Partnern aus der Stadtplanung, Architektur und Kreativwirtschaft statt. Exkursionen zu ausgewählten Schauplätzen im Berliner Stadtraum sind ebenso Teil des Programms wie Vorträge/Referate und eine Filmreihe. Geplant ist die Produktion einer interaktiven DVD mit Filmen und Kommentaren.


Medienkunst