From Medienhaus
| Prof. Dr. Siegfried Zielinski, Lehrstuhl für Medientheorie mit dem Schwerpunkt Archäologie & Variantologie der Medien und Leiter des Vilém-Flusser-Archivs an der Universität der Künste Berlin, Michel-Foucault-Professor für Medienarchäologie und Techno-Kultur an der European Graduate School in Saas Fee (seit 2000), Gründungsrektor der Kunsthochschule für Medien Köln (1994-200); Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der European Film Academy. Chair: Media Theory (focus: Archaeology and Variantology of Media), Institute for time based media, Berlin University of Arts.
Michel-Foucault-Professor in archaelogy of media and techno-culture, European Graduate School, Saas Fee (since 2000)
Founding member and principal of the Academy of Media Arts Cologne (1994–2000)
Member of the Academy of Arts Berlin (Akademie der Künste) and European Film Academy Kontakt Sprechzeiten nach Voranmeldung bei den tutoren weitere Funktionen Aktuell Veranstaltungen im Wintersemester 2011/12
VL Bild und Film (gemeinsam mit Heinz Emigholz) 3 ZtSTd. Modul 14 im BA/GWK und fakultätsübergreifend. Mo 16-19 Uhr in der Aula des Hauses Salomon in der Grunewaldstraße Beginn 24.10.11
"Das lateinische proicio bedeutet, dass ich etwas (im räumlichen Sinn) vorstrecke, hinauswerfe, nach vorn werfe, aber auch fahren lasse im Sinn von aufgeben, verschmähen, verstoßen, preisgeben und bezeichnet einen aktiven, konstruktiven Vorgang. Proiectio enthält die Bedeutung von Vorwerfen und Entwerfen im Sinn des verwandelnden Gestaltens. Der Projektor ist nicht nur ein bildwerfender Apparat, sondern auch der Designer. Die Konnotation des Begriffs ist aber alles andere als idealistisch verklärt. Im lateinischen Nomen proiectus schwingt auch die Niedertracht, das Niedergeworfene, das Verachtete mit. Im Wurf nach vorn wird zugleich niedergezwungen, woraus etwas Neues entstehen soll." (Siegfried Zielinski)
OS/Forschungsmodul Master GWK und VK mit Thomas Düllo: Atlas / Kartographie / Archiv Zur Sammlung und Darstellung komplexer Sachverhalte Do. 15 -18 Uhr im Klassenraum Thomas Arslan, Gru 123 Beginn: 27.10.11
Das Oberseminar will einige dieser Versuche, komplexe Sachverhalte zu ordnen, zu visualisieren und zu kommunizieren, hinsichtlich ihrer Funktion und ihres Ordnungsgestus prüfen, aber auch selbst den Versuch wagen, übergreifende Muster der verschiedenen Kartographierungen und Archivierungen zu identifizieren und darzustellen. Ausdrücklich gilt dies für wissenschaftliche und künstlerisch-literarische Karten und Archive. Schon diese Verbindung stellt einen Akt des 'Crossmappings' dar.
OS Zur Variantologie der Medien und der Künste (Master GWK Modul 300 und VK + Diplomanden und Meisterschüler) – gemeinsam mit Eckhard Fürlus Freitag 15-18 Uhr im Flusser-Archiv, Gru 2. Etage Beginn: 28.10.2011 Dieses Oberseminar dient vor allem der Vorbereitung auf die Abschlussarbeiten ab dem Master- Niveau. In einem konzentrierten Vortrag werden die gestalterischen, analytischen oder theoretischen Arbeiten vorgestellt und anschließend mit der gesamten Gruppe intensiv diskutiert. Hier begegnen sich im Idealfall Studierende verschiedener Fächer und Studiengänge (GWK, VK, Kunst & Medien) sowie Master, Diplomanden und Meisterschüler. Das Programm wird gemeinsam in der ersten Sitzung besprochen. Um Voranmeldung über die Tutoren wird gebeten. Anmeldung per mail über die Tutoren
Z. studierte Theaterwissenschaft, deutsche Philologie, Linguistik, Soziologie, Philosophie und Politologie in Marburg, an der FU und der TU Berlin. Anfang der 1970er schrieb er seine ersten medienwissenschaftlichen Artikel als Redakteur der „marburger blätter“. Als Student in Berlin betreute und entwickelte er u. a. ein experimentelles Ton- und Videostudio. 1979 drehte er als Autor und Regisseur den dokumentarischen 16mm-Film „Responses to HOLOCAUST in Western Germany“. Im selben Jahr schloss er sein Studium mit einer Arbeit zum „Jud Süß“-Regisseur Veit Harlan ab, die 1981 als seine erste Monografie veröffentlicht wurde. In den 1980ern arbeitete er als freier Autor, bevor er als Medienwissenschaftler mit Friedrich Knilli den ersten Studiengang für Medienwissenschaft und Media Consulting an der TU Berlin aufbaute. 1985 promovierte er dort mit einer philosophischen Dissertation zur Geschichte und Kulturtechnik des Videorecorders, 1989 habilitierte er für das Fach Medienwissenschaften. 1989 wurde Z. zum Professor für Audiovision an die Uni Salzburg nach Österreich berufen und baute dort eine kleine Lehr-, Forschungs- und Produktionsabteilung für „Audiovisionen“ auf. Mit Peter Lilienthal, Dietmar Kamper, Eckhart Stein u. a. gestaltete er die „Europäische Sommerakademie“ für Film und Medienkunst an der Akademie der Künste Berlin. 1993 wurde er als Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an die neu gegründete Kunsthochschule für Medien Köln berufen, 1994 wurde er zu deren Gründungsrektor ernannt, 1999 zu ihrem ersten Rektor gewählt. Zusammen mit seinen Kollegen entwickelte er wesentlich das Profil dieser Kunsthochschule neuen Typs, die nicht nur alte & neue Medien und viele verschiedene künstlerische Praxen integrierte (Fotografie, Performance, Film, Video, Musik, Holografie u.a.), sondern auch Wissenschaften wie Informatik, Kunsttheorie, Gender- und Medientheorie. Seit SS 2002 ist Z. wieder in der Lehre und Forschung tätig, mit seinem Schwerpunkt zur Theorie und Geschichte, besonders der Archäologie & der Variantologie der Medien, seit Januar 2007 an der UdK Berlin. Z. hat etliche Bücher und weit über 150 Aufsätze veröffentlicht. Zur Zeit arbeitet er mit einem internationalen Forschernetzwerk an einer 5-bändigen Reihe zur Variantologie der Künste und der Medien. Die Bücher „Variantology 1“ und „Variantology 2“ erschienen 2005 und 2006 bei Walther König in Köln. In deutscher Sprache publizierte er zuletzt „Archäologie der Medien – Zur Tiefenzeit des technischen Hörens und Sehens“ in der Reihe rowohlts enzyklopädie (2002), das 2006 in Chinesisch, Portugiesisch und Englisch herauskam und zur Zeit ins Spanische und Russische übersetzt wird. [Mehr zu dieser Forschung] Z. war u. a. im Herausgeberkreis der ersten elektronischen Netzzeitschrift „CTheory“ (um den Kanadier Arthur Kroker) und Mitinitiator des Projekts „Balkan Media“, das 1992 als ein Antwortversuch auf die zerstörerische Krisensituation in dieser Region gegründet wurde. Ab 1996 half er beim Aufbau des Budapester Centres for Communication and Culture (C3), das mit der dortigen Akademie der Künste zusammenarbeitet. Im Rahmen der Arbeit an der Kunsthochschule für Medien Köln entwickelte und leitete er zusammen mit Nils Röller von 1995 bis 1999 das jährliche Festival „Digitale“, entwickelte und edierte mit Hans Ulrich Reck, Nils Röller, Wolfgang Ernst und Thomas Hensel das Jahrbuch für Künste und Apparate LAB (bisher sieben Bände) und etablierte mit Silvia Wagnermaier das Vilém-Flusser-Archiv, das seit 2007 ebenfalls an der UdK angesiedelt ist und eine eigene kleine Schriftenreihe herausgibt. 2009 erscheinen im Fischer-Taschenbuchverlag die mit Silvia Wagnermaier herausgegebenen "Bochumer Vorlesungen" Vilém Flussers als Buchedition. 2009 wurde Zielinski in die Kommission berufen, welche die ersten 14 Mitglieder einer Klasse der Künste auswählte, die an die nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften angeschlossen wurde. Damit gibt es erstmals in der Bundesrepublik Deutschland unter einem Dach eine Akademie der Wissenschaften und der Künste. Z. ist u. a. Mitglied der European Film Academy (EFA), der Akademie der Künste Berlin, der Magic Lantern Society of Great Britain, einiger künstlerischer Beiräte sowie der Fakultät der European Graduate School Saas Fee, wo er die Michel-Foucault-Professur für Archäologie der Medien und Technokultur vertritt. Links Material: http://www.gwk.udk-berlin.de/fachgebiete/audiovisuelle-kommunikation/personen/zielinski/material/ Foto: Mono Krom |